Beeple Kodex

Die Mitglieder von Beeple haben sich einen Verhaltenskodex gegeben.

Unter dem Motto Transparenz, Fairness und Verantwortung wollen wir uns ein paar Leitplanken für unser Tun geben.

 

Den Text könnt ihr hier nachlesen.

 

Ergänzend zum Kodex gab es 10 Fragen von Sebastian Wenzel im Rahmen der Diskussion auf spielen.de, die wir wie folgt beantwortet haben:

 

1.) Wieso hat Beeple sich dazu entschieden, einen Verhaltenskodex zu erstellen?

Antwort: Um nach außen wie innen ein Zeichen zu setzen. Ziel ist es eine gemeinsame verläßliche Basis für das Tun als Blog für alle Mitglieder zu schaffen.

2.) Beeple hat zahlreiche Mitglieder, die aus unterschiedlichen Motivationen ihre Seiten betreiben. Wie schwer war es, all diese unterschiedlichen Interessen bei der Kodex-Formulierung zu berücksichtigen?

Antwort: Vielleicht nach außen überraschenderweise gar nicht so schwer, da alle die Notwendigkeit eines Kodex gesehen habe und sich in die Ausformulierung einbringen konnten.

3.) Wie ist der Kodex entstanden? (Gab es ein Gremium, dass einen Vorschlag erarbeitet hat? Gab es ein Wiki, das alle bearbeiten konnten? Gab es über den finalen Text eine Abstimmung? …)

Antwort: Es wurde ein Vorschlag erarbeitet, an dem über mehrere Wochen alle Mitglieder mitgewirkt haben. Zum Schluß wurde der Text final von allen verabschiedet.

4.) Was passiert, wenn ein Beeple-Mitglied sich nicht an den Kodex hält oder dagegen verstößt?

Antwort: Sinn von Beeple ist es innerhalb der Mitgliedschaft sich gemeinsam zu verbessern. Bei Auffälligkeiten werden wir dieses intern ansprechen und nach gemeinsamen Lösungen suchen.

5.) Unter 1.2. steht „Inhalte, die durch Sponsoren unterstützt wurden, werden entsprechend gekennzeichnet.“ Was heißt das konkret? Es gibt zahlreiche Kennzeichnungsmöglichkeiten und Formulierungen, zum Beispiel „Werbung“, „Anzeige“, „Advertorial“, „mit Unterstützung von“, „sponsored by“, „Product Placement“, … Welche Formulierungen/Kennzeichnungen empfehlt ihr euren Mitgliedern? Gibt es auch Formulierungen/Kennzeichnungen, von deren Verwendung ihr abratet?

Antwort: Es gibt keine vorformulierte Bezeichnung. Uns ist es nur wichtig, dass eindeutig ersichtlich ist, ob dieser Inhalt bezahlt oder finanziell unterstützt wurde oder nicht.

6.) Unter 2.1. steht „Das öffentliche Anprangern anderer Blogs in den sozialen Medien, den Kommentaren zu Beiträgen oder in den eigenen Inhalten lehnen wir ab.“ Das bedeutet nicht, dass ihr euch jeglicher Auseinandersetzung um Inhalte und journalistische Qualität entzieht, richtig?

Antwort: Hier beziehen wir uns eher auf die Art und Weise wie in den sozialen Medien miteinander umgegangen wird. Leider kann man zunehmend erkennen, dass mal eben was so „herausgehauen“ wird (Entschuldigen kann ich mich ja immer noch später!). Was wir somit nicht wollen, sind Beleidigungen oder unqualifizierte/undifferenzierte Statements gegen andere Blogs. Gleiches gilt gegenüber anderen Teilnehmern. Kritische Auseinandersetzungen um die Sache in einer vernünftigen Art und Weise wollen wir damit nicht ausschließen, sondern begrüßen.

7.) Unter 3.1. steht „Dabei ist es selbstverständlich, dass die Spiele in einem ausreichenden Maß vorab gespielt wurden.“ Wie oft sollten Beeple-Mitglieder ein Spiel spielen, damit sie es in ausreichendem Maß vorab gespielt haben?

Antwort: Hier gibt es keine konkrete Vorgaben, da die Häufigkeit des Spielens insbesondere vom Komplexitätsgrad eines Spieles abhängig ist. Ein erster Eindruck sollte sich jedoch von einer Rezension unterscheiden und als solcher gekennzeichnet sein.

8.) Ebenfalls unter 3.1 steht: „Den unmittelbaren Weiterverkauf von Freiexemplaren zum Zweck der Selbstfinanzierung lehnen wir ab.“ Und den mittelbaren Weiterverkauf? Und was ist, wenn ich Freiexemplare zu einem anderen Zweck als der Selbstfinanzierung weiterverkaufe?

Antwort: Wir wollen nicht in Konkurrenz zu Verlagen treten, wenn diese ihre Spiele neu auf den Markt bringen. Daher kann es aus unserer Sicht nicht sein, ein Spiel zu bekommen, zu spielen, zu rezensieren und direkt weiter zu verkaufen.

9.) Unter 3.2. steht: „Rezensionen und andere Beitragsinhalte formulieren wir begründet, Lob und Kritik stehen dabei im angemessenem Verhältnis zueinander.“ Verpflichtet das die Beeple-Mitglieder dazu , auch bei schlechten Spielen lobende Worte zu finden?

Antwort: Nein hierzu besteht keine Verpflichtung noch der Wunsch seitens Beeple. Wir wollen weiterhin eine kritische Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Spiel. Vielmehr soll dieses Passus aussagen, dass der Rezensent bei einer sehr guten Kritik prüfen muss, ob nicht doch Schwachstellen bestehen oder wenn ich ein Spiel verreiße, ob es in der Art zu rechtfertigen ist.

10.) Unter 3.3. steht: „Wir kommen vielfach früher in den Besitz von Informationen zu Brettspiel-Neuheiten oder Branchen-Nachrichten. Wir stehen für einen vertrauensvollen Umgang mit diesen Informationen. Eine Weitergabe erfolgt nur mit vorheriger Einwilligung des Rechteinhabers (z.B. dem Verlag).“ Was ist damit konkret gemeint?

((Was wäre zum Beispiel in folgendem Fall: Ich besitze die gesicherte Information (Zwei-Quellen-Regel), dass Verlag X dieses oder jenes plant (Verlagsübernahme, neues Spiel veröffentlichen, …). Dürfen die Beeple-Mitglieder diese Information auch ohne Einwilligung der Verlages X veröffentlichen? Oder verstoßen sie damit gegen den Kodex? (Damit sind ausdrücklich nicht Informationen gemeint, die man vom Verlag oder anderen Personen „Unter drei“ erhält).)

Antwort: Hier geht es im wesentlichen um Informationen, die wir in Gesprächen mit Verlagen und deren Mitarbeitern erhalten. Vor Veröffentlichung dieser Informationen oder Bilder sollte man um das Einverständnis des Verlages bitten.